„Altbauten sind nicht WG-tauglich.“

Es gibt viel zu entdecken in der Drei-Personen-WG in Kiel-Hassee. Jedes Zimmer hat eine eigene Farbe, entlang der Wände wechseln sich selbst gemalte Werke mit Konzertplakaten, Postern und Bandfotos ab, eine Wand ist übersät mit aktuellen Busfahrplänen. „Damit wir morgens pünktlich in die Vorlesung kommen“, erklärt Rick Plescher (22), der wie Ricardo Hochstein (27) die Fachhochschule Kiel besucht. Die Dritte im Bunde, Susann Frank (21), genießt derzeit noch einige Tage Urlaub in Spanien, bevor es an der Christian-Albrechts-Universität wieder losgeht. 

Seit Juli 2007 besteht die WG nun schon im siebten Stock des Postillionweg 2, in einem Wohnhaus der WOGE Wohnungs-Genossenschaft Kiel eG. Anfangs waren sie mit Susanns Schwester Maren sogar zu viert, die ihre Genossenschaftsanteile beim Auszug jedoch problemlos auf Susann übertragen konnte. „Aber Engpässe, die andere WGs morgens vor der Badezimmertür haben, kannten wir auch damals nicht“, grinst Rick und verweist lässig auf die beiden Bäder, die zur Verfügung stehen. 

Die Suche nach einer passenden Wohnung gestaltete sich seinerzeit jedoch alles andere als leicht. „Die meisten Altbauwohnungen mit ihren Durchgangszimmern sind WG-untauglich“, merkt Rick an. Nach vierzehn Besichtigungen sind sie dann aber endlich fündig geworden. „Separate Zimmer und dazu ein schönes großes Wohnzimmer als WG-Mittelpunkt, genau so, wie wir es uns gewünscht haben“, sagt Ricardo zufrieden.

850,– Euro bezahlen die drei für vier Zimmer auf einhundert Quadratmetern mit sonnigem Balkon. „Warm, inklusive Strom. Und wenn man den Schlüssel vergessen hat, der Abfluss verstopft ist oder etwas kaputt ist, steht unser Hauswart sofort bereit und kümmert sich darum“, lobt Ricardo und deutet plötzlich auf den Flachbildfernseher im Wohnzimmer. „Und wirklich super ist, dass die WOGE vor kurzem digitales Kabelfernsehen eingerichtet hat.“ Für die Entspannung nach anstrengenden Uni-Tagen ist also auch gesorgt.