Camp-Tagebuch Juli 2010
5. Tag
Herzlich willkommen auf dem Klinthof und damit auf unserer Reise durch Raum und Zeit….
….heute kann es regnen, stürmen oder schnei´n, denn du strahlst ja selber, wie der Sonnenschein, heute ist dein Geburtstag, darum feiern wir, alle deine Freunde freuen sich mit dir, alle deine Freunde freuen sich mit dir…. HEUTE IST THORBEN´S 12ter GEBURTSTAG! Und das soll ein besonders schöner Tag für ihn werden.
Wir befinden uns heute auf dem Auswandererschiff, denn auch die Zeit der großen Auswanderungen in die „Neue Welt“ ist Teil der Geschichte Schleswig-Holsteins. Von wo und wohin wanderten die Menschen aus, warum wanderten sie aus und was hat sie in der „Neuen Welt“ erwartet, damit beschäftigen wir uns heute.
Zum Auswandern muss man sein Sachen ordnen und packen, das ist schon mal erste Vorrausetzung für den Erfolg. Das passt grad gut, denn Sachen ordnen und mal wieder einpacken, was nicht mehr gebraucht wird, steht den Zimmern ganz gut. Ehrlich gesagt, wenn man in das eine oder andere Zimmer schaut, dann ist es schon verständlich, dass man lieber auswandern möchte. Schön auch, dass die Jungs mal Ebbe und Flut nachgespielt und den Bodenablauf in der Dusche zugestopft haben. So können Per und Jonas in ihrem Zimmer gleich besser nachvollziehen, wie sich die Halligbewohner bei Flut fühlen. Gehört ja auch zu Schleswig-Holstein und ein bisschen Heimatkunde für Betreuer kann nicht schaden.
Gut, wer also sein Zimmer fertig hat – das Beste wird mit einem JOKER prämiert – kann losziehen und sich noch sein „Bündel“ schnüren. Es gibt heut Lunchpakete, denn wir fahren in der „Neuen Welt“ gleich in den Wilden Westen. Unser Wilder Westen liegt in Bad Segeberg und unser Schiff wird uns freundlicherweise von der Autokraft gestellt. Und auch die Wanderung mit 60 Kindern hinauf zum Kalkberg erinnert sehr an den Wilden Westen, die Viehtreiber werden sich vermutlich ähnlich fühlen, schade, dass Bruno kein Hütehund ist. Doch alles ist super, alle Kinder sind mit Namensschild und Telefonnummer versehen, falls mal eines abhanden kommen sollte. Bei den Karl May Spielen kommen viele Kinder abhanden, der nette Herr am Informationsstand hat alle Hände voll zu tun, aber von unseren muss er glücklicherweise kein Kind ausrufen.
Ich bekomme eine erneute Chance, dem Geschehen um Winnetou zu folgen – war ja letzte Woche schon mal da – und vermassele es wieder. Mich beeindrucken die faszinierten und gespannten Kindergesichter wieder viel mehr. Aber das ist auch gut und außerdem bin ich ja noch nicht das letzte Mal da…. Die Kinder sind begeistert, es knallt und qualmt und brennt, viele Leute fliegen durch die Gegend und am Ende gewinnen die Guten – so soll es sein. Die Malerplane wird abermals nicht benötigt um sich darunter zu verstecken, die drei bis fünf Regentröpfchen halten wir alle so aus.
Zurück auf dem Hof machen geht´s gleich weiter wie in der „Neuen Welt“ und es öffnet das Restaurant „Klint-King“ (wär vielleicht noch mal ne neue Geschäftsidee, was meint ihr?) Burger für alle, ein zünftiges Lagerfeuer, an dem der Abend so langsam ausklingen kann. Das Schlusswort des Tages hat das Geburtstagskind. „Das war ein richtig toller Geburtstagstag“. Was also könnten wir und noch mehr wünschen….

