Camp-Tagebuch Juli 2010

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4. Tag
Herzlich willkommen auf dem Klinthof und damit auf unserer Reise durch Raum und Zeit….

Und heute geht´s auf den Eisbrecher…..okay, okay, das ist schon sehr im übertragenen Sinne zu sehen…..aber wie war denn das, mit dem Eis und dem Land Schleswig-Holstein? Da war doch…..also irgendwie hatten doch Eisberge was damit zu tun, dass so viele Seen da sind und Hügel und so….ach, am besten, wir fragen mal jemanden, der Ahnung davon hat.

Und dieser jemand ist Johannes. Johannes ist Geologe und nicht nur das, sondern der kann auch super gut Sachen und Zusammenhänge erklären. Und so bewaffnet er sich erstmal mit Plane, Sand und Wasserkanne und zeigt uns am Modell, wie das damals war, als die Eisberge den Sand und das Geröll vor sich her schoben. Und was passierte, als das Eis abschmolz und wie die ganzen Seen im Land aus dem Schmelzwasser entstanden sind. Eigentlich ist es ganz einfach das zu verstehen, wenn´s einem so gezeigt und erklärt wird.  Aber jetzt wollen wir mal sehen, ob wir das, was Johannes uns grad auf dem Beachvolleyballplatz erklärt hat, ob wir davon auch einiges in der Landschaft wieder finden können. Also, ab in den Wald. Und tatsächlich, hier gibt es einiges zu entdecken. Ist ja krass, Johannes kann uns jeden Stein erklären und zu jedem eine Geschichte erzählen, woran man erkennt, wo die Steine herkommen. Bisher waren das einfach nur immer irgendwelche Steine, aber so bekommt jeder Stein fast ein Gesicht. Und dann kann Johannes uns im Wald an der Landschaft genau zeigen, wo welche Senken und Täler auf welche Art entstanden sind, genau so, wie wir das vorhin an dem Modell im Sand gesehen haben.
Das hat echt Spaß gemacht und so ist Lernen gar nicht so doof. Schade, dass die Politiker nicht mal dafür sorgen, dass man Schule so gestaltet – dann würde man doch gleich viel lieber in die Schule gehen.
Die andere Hälfte der Gruppe ist auf dem Hof geblieben und hat tolle Sachen gebastelt: wer wollte konnte eine Robbe nähen, so eine wie die Robben, die in der Nordsee auf den Sandbänken liegen. Wer möchte hat seine Vorstellung von Schleswig-Holsteins Landschaften auf Leinwand gemalt. Die Skyline von Lübecks Giebelhäusern wurde in Form von Lichterhäusern nachgebastelt. Richtig schöne Sachen sind dabei wieder entstanden.
Am Nachmittag wechseln die Gruppen und diejenigen, die am Vormittag auf dem Hof geblieben sind, die gehen jetzt mit dem Johannes in den Wald und umgekehrt.

Und dann war da noch der JOKER, den die Gewinner vom Spiel der Wikingerfürsten gewonnen hatten, der da leider mit den Worten „Heute ist unser Pechtag….“ anfing. Unser Pechtag, damit sind die BetreueInnen gemeint, denn es geht weiter mit „…ihr dürft die Betreuerinnen und Betreuer mit Wasserbomben bewerfen.“ Na, herzlichen Glückwunsch, das kann ja heiter werden. Die Kinder grölen laut Ihre Begeisterung in die Landschaft und uns fällt erstmal nicht so viel dazu ein…. Schon wieder nass werden, aber was tut man nicht immer für die lieben Kleinen.
Doch so langsam kommt wieder Leben in uns, denn wir bereiten uns gut vor und wissen uns so zu schützen, dass nicht schon wieder alle Klamotten nass werden….das Ergebnis könnt ihr auf den Fotos sehen. Es bricht abermals ein Riesengeschrei aus und die Nachbarn….aber die wissen ja schon, dass hier alle ein bisschen komisch sind…macht also nix.
Um nach dieser ganzen Toberei wieder zur Ruhe zu kommen, wechseln wir die Kulissen und begeben uns auf eine Traumreise. Wir legen uns alle im großen Seminarraum auf den Boden und lassen uns untermalt von ruhiger Musik auf eine Traumreise führen…..ein ganz, ganz schönes Erlebnis, alle Kinder lassen sich super gut drauf ein und wollen anschließend am liebsten liegen bleiben. Wir haben noch etwas Zeit um miteinander zu sein, die Ruhe und Entspannung zu genießen, bevor wir dann langsam auf die Zimmer und damit dann schlafen gehen. Wiederum ein erlebnisreicher Tag neigt sich dem Ende. Mal sehen, was wohl morgen kommt…..und einer ist besonders aufgeregt, wer das ist, erfahrt ihr dann im nächsten Tagebuch…


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