Camp-Tagebuch Juli 2010

Tage: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |

2. Tag
Herzlich willkommen auf dem Klinthof und damit auf unserer Reise durch Raum und Zeit….

….na ja, ihr habt wohl irgendwo gelesen, dass es so etwas wie den „Ist-ja-die-erste-Nacht-BONUS“ gibt. Wirklich zu viel Schlaf hat wohl niemand letzte Nacht bekommen, aber immerhin wissen jetzt alle, dass es irgendwie blöd ist, wenn man den ganzen Tag müde ist und eigentlich nicht fit genug ist, die tollen Spiele zu genießen.

Der Tag beginnt mit der Tierfütterung zusammen mit Tierpflegerin Gabi. Das ist super, da hat´s spielende Schweine, Ziegen, Enten, kleine Kaninchen, nicht zu vergessen die Pferde und natürlich die Meerschweinchen. Die sind der Hit, besonders die, die erst ein paar Tage alt sind. Da kann man glatt in Versuchung geraten, auf´s eigene Frühstück zu verzichten und noch länger zu bleiben. Schade, dass man keine Meerschweinchen mitnehmen kann….

Vorm Frühstück geht´s noch in die Morgenrunde: „Danke, für diesen guten Morgen, danke, für jeden neuen Tag….“ So einen Tag mit Singen zu starten ist super und beflügelt. Nach dem Frühstück wird der erste JOKER gezogen: „Heute ist euer Glückstag…. Ihr dürft innerhalb von 15 Minuten soviel Eis essen wie ihr möchtet.“ (hihi, natürlich nur nacheinander und jeweils der Vorgänger muss sein Eis schon aufgegessen haben).

Heute fahren wir auf der Hansekogge und leben wie die Kaufleute und Handwerker. Wir stellen unsere eigenen Trinkbecher her und jede Gruppe bemalt ihre eigene Schiffsflagge. Richtig schöne Sachen sind dabei raus gekommen. Ihr werdet es sehen, wenn die Kinder nach Hause kommen und ihre Becher mitbringen. Die Schiffsflaggen werden dann ab morgen die Zimmer der Kinder schmücken.

Am Nachmittag findet der große Wettstreit der Kaufleute statt: Auf einer richtigen Kogge werden Segel gesetzt wofür kräftig Tau gezogen wird. Man muss Kisten stapeln, so hoch wie möglich, denn die Koggen waren klein und es galt Platz sparend zu lagern. Säcke sind zu werfen, und wo so viele Seefahrer unterwegs sind, da wird auch gelogen, dass sich die Balken biegen. Und was die Lügen, was die Wahrzeiten sind, eben das ist herauszufinden. Kurz, es ist ein Riesenspaß, alle Kinder sind voll dabei und sind jetzt richtig hinterher, den nächsten Joker zu gewinnen. Und das wird sich sicher lohnen, Ihr werdet´s morgen lesen können.

Die ersten Damen machen langsam schlapp und betteln darum schlafen gehen zu dürfen….ätsch, das kommt dabei raus, wenn man – nein frau – die Nacht zum Tag macht. Nun haltet mal schön durch, dann haben wir jedenfalls heute Nacht unserer Ruhe. Hoffentlich!!

Und wenn man auf dem Schiff lebt und gerade im Hafen liegt, was macht man da am Abend? Na? Richtig, man geht in die Hafenkneipe. Und da wird ordentlich gezockt! An jedem Tisch gibt´s ein anderes Spielangebot, die meisten haben richtig Spaß und Freude, ein Teil der Bande rennt dann allerdings ganz unverblümt raus und macht schon mal den Hof unsicher. Okay, okay, wir sind ja flexibel, Tatjana und Kristina kümmern sich um die „Flüchtigen“ und bespaßen sie anderweitig.

Jetzt ist es auch schon wieder Zeit für die Abendrunde, ein Tag voller Erlebnisse geht zu Ende. Heute läuft schon alles viel besser ab und die Kinder sind recht bald in ihren Betten und erwarten uns schon, damit wir ihnen vorlesen. Und morgen freuen sich alle schon auf den Briefträger, denn der hat bestimmt ganz viel Post von Zuhause im Gepäck. Ihr glaubt ja nicht, wie toll es ist Briefe und Postkarten in die Ferien zu bekommen.


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